14. Februar 2018

[Rezension] "Die Blutkönigin" von Sarah Beth Durst

Autor: Sarah Beth Durst
Originaltitel: The Queen of Blood
Deutscher Titel:
Die Blutkönigin
Erscheinungsdatum:
30. Oktober 2017
Preis: 15,00 € (Amazon)(Verlag)
Seiten:
544 Seiten
Verlag:
Penhaligon
Reihe:
Die Königinnen von Renthia #1

#1 The Queen of Blood / Die Blutkönigin
#2 The Reluctant Queen / ?
#3 The Queen of Sorrow / ?

Für dieses Buch bedanke ich mich bei *Penhaligon*!
Daleina ist gerade mal zehn Jahre alt, als die Geister ihr Dorf zerstören. Nur ihre Familie überlebt, denn es stellt sich heraus, dass Daleina die Gabe hat, Elementargeister zu kontrollieren.
Die Königin kontrolliert die Geister, die Renthia terrorisieren und Daleina ist eine der potenziellen Erbinnen, wenn sie sich beweist. Doch sie ist bei weitem nicht die stärkste der Kandidaten, aber vielleicht ist sie trotzdem gerade das, was das Reich brauchen könnte ...

Meister Ven liebt die Königin, fällt aber in Ungnade als er einige Dinge hinterfragt. Nun dient er auf andere Art und Weise, indem er in Dörfern hilft, die von Geistern angegriffen werden. Als dann eine Thronanwärterin stirbt, will er eine neue Kandidatin ausbilden, die dem Volk geben kann, was es braucht.

Protagonisten
Daleina ist nicht so mächtig wie die anderen, auch wenn sie sich immer viel Mühe gibt, sich zu beweisen. In der Theorie ist sie sehr gut, sie ist schlau, aber ihre Macht über die Geister ist eher gering. Das zwingt sie dazu, geschickter zu sein und einen anderen Blickwinkel auf jede Situation zu haben. Sie denkt logischer als die anderen und das macht sie trotz ihrer fehlenden Macht wertvoll. Sie sieht auch die anderen Kandidaten nicht als ihre Konkurrenz und will auf ihrem Weg nach oben kein Unrecht tun, während andere bereit sind, alles auf sich zu nehmen. Ich mochte an ihr ihre Intelligenz und ihre Güte, die sie auch in meinen Augen zu einer guten Königin machen.

Ven liebt eben die Königin und möchte natürlich, dass sie lange regiert. Er ist leidenschaftlich bei allem, was er tut. Er liebt auch sein Land Aratay und will die Menschen beschützen. Man kann also sagen, er hat noble Ziele und auch an seiner Umsetzung ist eigentlich nichts Falsches. Doch seine Liebe zur Königin macht ihn oft blind, was ich bei seinem lieben Charakter sehr schade fand.

Königin Fara will respektiert und bewundert werden. Sie will Wunder vollbringen, aber das kostet sie viel - und sie ist trotzdem bereit, es zu tun, wenn sie dadurch Königin bleibt. Ich konnte sie nicht leiden, weil sie Vens Liebe ausnutzt und über Leichen geht. Sie ist eigentlich genau das richtige Beispiel für eine Herrscherin, die es nicht böse meint, ihre Macht aber trotzdem missbraucht.

Handlung und Schreibstil
Ich fand die Geschichte schon sehr interessant. Ich habe eine Weile gebraucht, um die Welt ganz zu verstehen und dann hat sie mir sehr gut gefallen. Die Leute wohnen alle in Bäumen, die von Holzgeistern auf Befehl der Königin oder anderen mächtigen Frauen erschaffen werden. Der Palast, die Akademie, sie bestehen alle aus Bäumen. Teilweise war ich mir nicht sicher und hab nach Hinweisen gesucht, dass manchmal doch anders ist, aber ich glaube, ich irre mich nicht. Also zumindest in Aratay, dem Reich von Königin Fara, wo überall Bäume wuchern.

Die Geister sind wirklich faszinierend. Sie wollen zerstören und erschaffen und Menschen töten. Mir war aber nicht immer klar, wie genau ihre Regeln lauten. Sie wählen ihre Königin selbst aus einer Gruppe von Thronanwärterinnen, geben ihr Macht und folgen ihren Befehlen. Warum tun sie das? Was haben sie nur davon? Sie sind außerdem sowohl Werkzeug als auch Feind, was auch seltsam, aber interessant ist.

Es ist in diesem Buch einige Zeit vergangen und das fand ich in dieser Geschwindigkeit auch sehr gut, weil so auch die wirklich wichtigen Ereinisse behandelt wurden. So beginnt das Buch eigentlich mit der Zerstörung von Daleinas Heimatdorf, dann beginnt fünf Jahre später ihr Leben an der Akademie und auch da vergeht die Zeit schnell. Aber wie gesagt, fand ich sie gut gewählt. Was mir nicht so ganz gefallen hat war, dass manche Dinge so lange gebraucht haben. Selbst wenn es im Buch schnell ging, vergingen dort Jahre, in denen sich kaum etwas geändert hat, obwohl es doch so offensichtlich schien. Daher hatte ich manchmal auch das Gefühl, trotz des guten Tempos auf der Stelle zu treten.

"Die Blutkönigin" hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die ungewöhnliche Welt und die Protagonistin Daleina mit ihren noblen Absichten.

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