19. Februar 2018

[Rezension] "Constellation - Gegen alle Sterne" von Claudia Gray

Autor: Claudia Gray
Originaltitel: Defy the Stars
Deutscher Titel:
Constellation - Gegen alle Sterne
Erscheinungsdatum:
20. November 2017
Preis: 18,00 € (Amazon)(Verlag)
Seiten:
507 Seiten
Verlag:
cbj Jugendbuch
Reihe:
Constellation #1

#1 Defy the Stars / Gegen alle Sterne

#2 Defy the Worlds / ?

Für dieses Buch bedanke ich mich bei *cbj Jugendbuch*!
Noemi von Genesis ist bereit zu sterben, nur um ihren Planeten gegen die Erde zu verteidigen.
Bei einem Kampf gegen die Mechs, die von Mansfield erschaffenen intelligenten Roboter, wird Noemis beste Freundin verletzt und sie suchen Hilfe auf einem fremden Raumschiff. Dort ist Abel seit dreißig Jahren alleine und wartet darauf, dass Mansfield ihn da rausholt. Denn Mansfield hat auch ihn erschaffen und fast wie einen Sohn behandelt. Abel ist sich sicher, dass der Erfinder seine beste Kreation, die perfekteste künstliche Intelligenz, nicht im Stich lassen wird.
Als Noemi in sein Schiff eindringt, ist seine erste Reaktion, sie zu töten. Doch seine Programmierung befiehlt ihm, der ranghöchsten Person an Bord zu gehorchen - Noemi. So gelingt es ihr, ihm ein Geheimnis zu entlocken, das ihren Planeten retten kann, ohne dass so viele dafür sterben müssen. Sie muss nur Abel dafür opfern, und der ist schließlich nur ein Mech. Aber Abel ist nicht wie die anderen, er hat Träume und Wünsche und Noemi erkennt, dass er nicht nur eine Maschine ist ...

Protagonisten
Noemi ist ein Charakter, den ich von Anfang bis Ende einfach mochte. Sie ist schon eine typische Protagonistin, die sich für andere in Gefahr begibt und für ihre Freunde alles tun würde. Aber das macht sie schon auf überzeugende Art und Weise. Ihr Planet denkt praktisch und schottet sich darum von den anderen Planeten ab. Genesis ist sauber und verzichtet auf technischen Fortschritt, der nicht unbedingt nötig ist. So sind auch ihre Raumschiffe älter und nicht so gut wie die ihrer Gegner. Ihre Verteidigung ist schwach, darum gibt es diese Selbstmordmission, an der Noemi teilnehmen möchte, für ihren Planeten und ihre Familie. Manche von Noemis Eigenschaften sind sicher der Einstellung dieses Planeten zuzuschreiben, wie auch ihre Meinung zum Hunger der armen Leute, den sie als große Ungerechtigkeit ansieht. Andererseits ist sie neugierig und möchte auch die anderen Planeten erkunden.

Sie sieht Abel zunächst als Maschine, und die Mechs sind nun mal die Werkzeuge ihrer Gegner. Aber eben auch nur ein Werkzeug. Sie vertraut seiner Programmierung nicht ganz und fürchtet jeden Moment einen Angriff, nutzt Abels Fähigkeiten aber auch, so gut sie kann. Er selbst ist verärgert, weil er ihr dienen muss, kann sich seiner Programmierung aber nicht wirklich widersetzen. Stattdessen ärgert er sie manchmal und freut sich dann über seine kleinen Rebellionen. Das fand ich einfach absolut niedlich und liebenswert. Er war sehr lange alleine und nun ist er quasi in feindlichen Händen und weiß nicht mal wirklich, was auf dem Planeten so los ist. Dabei ist er eben so hochentwickelt und wusste über alles Bescheid als er zurückgelassen wurde.
Er denkt oft praktisch und das sorgt für einige ganz lustige Situationen. Seine Programmierung und seine Einstellung dazu haben mich ebenfalls oft zum Schmunzeln gebracht. Ich mochte Abel, weil er einerseits so schlau war und doch unbeholfen wirkte. Einfach zuckersüß!

Handlung und Schreibstil
Den Konflikt zwischen Genesis und den anderen Planeten fand ich sehr interessant, auch wenn ich es nicht ganz nachvollziehen kann. Die Planeten sind so unterschiedlich. Sie dienen anderen Zwecken, werden von unterschiedlichen Menschen bewohnt und bieten auch ganz unterschiedliche Kulissen. Mir gefielen auch die technischen Details und die ganze Sache mit den Mechs. Abel ist natürlich ein ganz besonderer Mech, aber da ist so die Frage, ob sie Gefühle haben, was sie von Menschen unterscheidet und ob sie eben nur Werkzeuge sind.

Es war ziemlich spannend und es war auch immer etwas los. Flucht, Kämpfe, dramatische Wendungen oder irgendwie romantische Szenen. Es war nicht zu viel und nicht zu wenig und insgesamt hat es mich wirklich gut unterhalten!
"Constellation - Gegen alle Sterne" hat mir sehr gut gefallen. Abel und Noemi waren überzeugend und sympathisch und auch die Planeten und die Ideen dazu gefielen mir sehr gut. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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