30. Juni 2013

"Die Rosen von Montevideo" von Carla Federico

Originaltitel: Die Rosen von Montevideo
Autor: Carla Federico
Preis: 9,99 €
Seiten: 781 Seiten
Reihe: Einzelband

Zum Inhalt:
Uruguay und Deutschland in 19. Jahrhundert:
Rosa de la Vegas, Tochter eines einflussreichen Händlers aus Montevideo, verliebt sich in Albert Gothmann, ein Frankfurter Bankier, und heiratet ihn sehr bald. Schon kurz darauf muss sie ihre Heimat verlassen, da sie in Deutschland ihre Schwiegereltern kennenlernen möchte. Doch dann entwickelt sich alles anders als geplant und sie kann für lange Zeit nicht zurück zu ihrer Familie. Das Leben in Deutschland unterscheidet sich sehr von ihrem Leben bisher und es fällt ihr schwer, sich daran zu gewöhnen. Das gleiche Schicksal ereilt auch andere Frauen ihrer Familie. Sie müssen um ihre Liebeund um ihr Glück kämpfen und manchmal auch große Opfer bringen ...

Meinung:
Ich hätte nie gedacht, das ich dieses Buch so gut finden würde. Erstens war es ganz anders, als ich erwartet habe. Bei dem Cover musste ich ehrlich gesagt eher an eine Kreuzfahrt durch tropische Wälder denken als an so komplizierte und äußerst tragische Familiengeschichten - hat mich angenehm überrascht!
Das Buch ist in drei Bücher unterteilt, das je eine Generation der Familie behandelt. Erst Rosa, dann Claire und Valeria und schließlich Tabitha und Carlota.
Also anfangs mochte ich Rosa nicht besonders. Ich fand sie ziemlich naiv, wie verwegen sie sich fand, als sie mit Albert flirtete, und dass sie immer an das Gute an anderen glaubt. Doch nach und nach hatte ich immer mehr Mitleid mit ihr, weil sie sich so einsam fühlt. Aber andererseits hat sie auch nicht wirklich versucht, sich dem deutschen Leben anzupassen. Erst als der Fokus bei ihrer Tochter Valeria lag, begann ich, sie richtig zu mögen.
Valeria und Claire sind wirklich sehr unterschiedlich. Valeria ist eher wild und ungezogen, Claire anständig und höflich. Das gefiel mir sehr gut, weil man sie so besser verstehen konnte.
Tabitha und Carlota sind sich schon etwas ähnlicher, auch wenn sie sich kaum kannten. Von allen Mädchen/Frauen mochte ich auch Carlota am liebsten, dabei weiß ich nicht, wieso ...
Ich weiß nicht, ob ich die Ähnlichkeiten zwischen den Leben der de-la-Vegas-Frauen gut oder schlecht finden soll. Sie verlieben sich Hals über Kopf in jemanden, der nicht ganz zu ihnen passt, geben ihr ganzes Leben und ihre Familien auf und müssen sich sehr schnell an neue Umstände gewöhnen.
Alles in allem: Eine sehr schöne Familiensaga!

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