8. März 2018

[Rezension] "Atlantia" von Ally Condie

Autor: Ally Condie
Originaltitel: Atlantia
Deutscher Titel:
Atlantia
Erscheinungsdatum:
22. Februar
Preis: 9,99 € (Amazon)(Verlag)
Seiten:
416 Seiten
Verlag:
FISCHER FJB
Reihe: 
Einzelband

Rio kann es nicht fassen: Immer war sie es, die Atlantia verlassen und das Oben sehen, doch ihre Zwillingsschwester Bay nahm ihr das Versprechen ab, sie nicht zu verlassen - nur um sich selbst fürs Oben zu entscheiden!
Warum hat Bay das getan? Rio kann das nicht verstehen. Nun ist sie ganz alleine, denn Bay war alles, was sie noch hatte. Auf der Suche nach einer Erklärung und nach einem Weg, der sie wieder mit ihrer Schwester vereint, stößt Rio auf viele Geheimnisse, die seit Jahren gehütet werden oder längst in Vergessenheit geraten sind ...

Protagonisten
Rio fand ich eigentlich recht sympathisch. Seit Jahren möchte sie an die Oberfläche, aber jetzt verliert sie alles, was ihr lieb ist. Ihre Mutter, die ehemalige Hohepriesterin, ist verstorben und seitdem hatten sie und ihre Schwester Bay es nicht immer leicht in Atlantia. Es fällt Rio schwer, ihre magische Sirenenstimme zu verbergen, die sie zu einer wertvollen Waffe in den Händen des Rates von Atlantia machen würde. Nun ist sie plötzlich alleine und darum zeigt man schon Mitgefühl und mehr Verständnis für ihre Taten. Oft fand ich ihre Aktionen aber auch nicht ganz durchdacht, obwohl man sie als recht schlaue Person dargestellt hat. In diesem Buch wurden öfter mal wichtige Details erwähnt, die die Charaktere aber nicht allzu ernst nahmen.

Nun ist da ihre Tante Maire, die Rio eigentlich kaum kennt, aber nun ist sie das einzige Familienmitglied, das sie in Atlantia noch hat. Noch dazu kennt Maire Rios Geheimnis und ist außerdem selbst eine Sirene. Als sie zum ersten Mal erwähnt wurde, war mir klar, dass sie eine wichtige Rolle spielen muss. Ich wusste aber lange nicht, was ich von ihr halten soll. Will sie Rio helfen oder sie manipulieren? Es war einfach unklar, was genau ihre Motive sind, darum war es auch schwer, ihr zu vertrauen. Dass sie immer eher kühl und berechnend wirkt, hilft nicht.

Handlung und Schreibstil
Ist das jetzt eine Fantasy-Dystopie? So würde ich das Buch nennen. Die Menschen sind wegen der verschmutzten Luft an einen anderen Ort geflohen, nämlich in Glaskuppeln, die tief im Meer liegen. Dieser Ort, Rios Heimat, heißt Atlantia, und dort geschahen dann zwei Wunder, eins weniger magisch, das andere, die Sirenen, doch überaus magisch.
Ich fand die ganze Welt und ihre Eigenarten schon ziemlich interessant, aber einige Details, vor allem die Sirenen betreffend, konnten mich nicht ganz überzeugen.
Ich habe etwas ganz anderes erwartet, obwohl der Klappentext ja schon recht allgemein gehalten ist. Ich dachte aber, dass die beiden Schwestern gewaltsam getrennt werden und außerdem habe ich auch erwartet, dass die Geschichte mindestens auch noch aus Bays Perspektive im Oben erzählt wird. Daher hatte ich manchmal das Gefühl, das mir total viel entgeht und ich hab mich oft geärgert, wie wenige Informationen man doch hat.
Andere Sachen fand ich dann wieder total offensichtlich und manchmal war mir die Handlung viel zu langsam und daher hat es sich für mich etwas gezogen, obwohl ich das Buch doch relativ schnell durchhatte. Ich hatte außerdem den Eindruck, dass manche wichtige Punkte immer wieder angesprochen waren, ich verstand sie, aber die Charaktere wohl nicht, also bespricht man sie kurz darauf nochmal. Ich konnte der Handlung also sehr gut folgen, aber es war schon fast zu viel.

"Atlantia" hat mich ganz gut unterhalten, richtig überzeugen konnte es mich aber nicht. Obwohl ich die Welt wirklich interessant fand, gefielen mir das Tempo und teilweise auch die Handlung nicht immer.

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