19. Mai 2020

[Rezension] "The Secret Book Club - Ein fast perfekter Liebesroman" von Lyssa Kay Adams

Autor: Lyssa Kay Adams
Originaltitel: The Bromance Book Club
Deutscher Titel:
 Ein fast perfekter Liebesroman
Erscheinungsdatum:
 21. April 2020
Preis: 12,99€ (Amazon)(Verlag)
Seiten: 
400 Seiten
Verlag:
 KYSS
Reihe:
 The Secret Book Club #1

#1 The Bromance Book Club / Ein fast perfekter Liebesroman
#2 Undercover Bromance / Die Liebesroman-Mission
#3 Crazy Stupid Bromance / Liebesromane zum Frühstück
→ Zur Leseprobe

Für dieses Buch bedanke ich mich bei *LovelyBooks.de* und *Rowohlt - KYSS*!

Die erste Regel des Book Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Book Club!
Der Auftakt einer hinreißenden Serie über eine Gruppe von Männern, die heimlich Liebesromane lesen ...

Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht. Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines Lebens! Und er versteht, verdammt noch mal, nicht, was überhaupt passiert ist. Eigentlich müsste SIE sich bei IHM entschuldigen! Gavin ist ratlos und verzweifelt – bis einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Club. Hier lesen und diskutieren Männer heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin hält das für Schwachsinn. Wie sollen Liebesschnulzen ihm helfen, seine Ehe zu retten? Doch die Lektüre überrascht ihn. Und Thea steht eine noch viel größere Überraschung bevor! [Quelle: endlichkyss.de]

Eigentlich lockte mich hier die Idee eines Männerbuchclubs, in dem Liebesromane gelesen werden. Was mir dann aber gefiel, war die Geschichte um eine Beziehung, die eine zweite Chance braucht.

Die Ehe von Gavin und Thea war vielleicht etwas überstürzt und sie hatten kaum Zeit, sich richtig kennenzulernen, auch wenn sie sich schon geliebt haben. Aber das hat nun doch nicht gereicht und ein Streit bringt sie auseinander - doch die Männer vom Buchclub wollen Gavin helfen, seine Ehe zu retten.

Gavin ist nun bereit, alles zu tun, weil er Thea wirklich liebt, nur leider weiß er gar nicht, was er in der Ehe eigentlich falsch macht. Er hat seine Familie etwas vernachlässigt, als er seine Karriere verfolgt hat, dabei hat er die Frau, die er schon geheiratet hat, nie wirklich kennengelernt. Er weiß nicht, was ihre Wünsche sind, aber ist das seine Schuld, wenn sie nicht mit ihm darüber redet? Gavin hatte einfach keine Ahnung, dass seine Ehe nicht perfekt ist. Aber er hat sich auch nie allzu viel Mühe gegeben, und das rächt sich jetzt.

Bei Thea ist es etwas komplizierter, die Ehe ihrer Eltern war ihr kein gutes Vorbild und hat ihr Vertrauen nachhaltig beschädigt. Eigentlich gibt sie die Hoffnung direkt auf und setzt sich gar nicht mehr dafür ein, sich mit Gavin zu vertragen. Da ich Gavin sehr sympathisch fand, sah ich sie dann schon eher als das Problem, weil sie immer sehr empfindlich reagiert und sich im Gegensatz zu Gavin auch nicht anstrengen will, um es besser zu machen. Im Gegenteil.

Die Grundidee von Buch war etwas neu für mich, weil die Beziehung eben schon da ist und gleichzeitig ist es trotzdem die Geschichte von zwei Personen, die sich (noch einmal) neu ineinander verlieben. Das hat mir wirklich gut gefallen, weil es auch mal eine andere Seite von Beziehungen zeigt und auch, dass dass Happy End noch nicht das Ende der Liebesgeschichte ist. Nein, sie fängt erst richtig an und will genauso viel Liebe, Leidenschaft und Zuwendung, wenn nicht sogar mehr.

Theas Schwester Liv ging mir ziemlich auf die Nerven, denn sie ist wie Thea, aber nur bei den negativen Eigenschaften. Trotz der Kinder sieht sie keine Hoffnung mehr für die Ehe ihrer Schwester und stellt sich einer möglichen Versöhnung in den Weg. Ich bin gespannt, ob ich sie in der Fortsetzung dann sympathischer finde, wenn ihre eigene Geschichte erzählt wird. Die Töchter von Gavin und Thea fand ich zwar süß, aber sie scheinen viel älter, als sie eigentlich sind. Kleinkinder zu schreiben ist wohl eine Herausforderung für viele Autoren.

Ich fand das Buch wirklich oft kitschig und übertrieben, vor allem die mit dem Buchclub. Die Männer sind schon fast allwissend und ich kann mir nicht vorstellen, dass Männer so reden. Es kam mir oft mehr vor wie eine Frauenfantasie - was auch wieder witzig ist, weil es in dem Buch auch heißt, dass in Liebesromanen die Männer so sind, wie Frauen sie gern hätten. Also beschreibt das Buch auch sich selbst - das hat mir gut gefallen! Und ich analysiere auch gern die Motive der Charaktere, was die Jungs einem hier komplett abnehmen. Dadurch, dass es analysiert wird, zeigt man auch, dass es die Intention ist, die Charaktere genau so scheinen zu lassen. In meinen Augen hat das das Buch einfach schön abgerundet.

Und witzig fand ich das Buch auch noch! Bei manchen Szenen habe ich gegrinst, bei manchen schon gelacht. Manchmal konnte das Buch meine Gedanken lesen und das hat mir gut gefallen. Eigentlich wollte ich das Buch einen Ticken schlechter bewerten, doch beim Schreiben der Rezension ist mir nochmal aufgefallen, wie gut es mir eigentlich gefallen hat. Ich bin gespannt, ob mir die Fortsetzungen noch so gut gefallen, denn hier mochte ich besonders die Handlung, aber in den Fortsetzungen geht es nicht mehr um Ehekrisen.

Insgesamt hat mir "The Secret Book Club" wirklich gut gefallen und zwar noch besser, als ich gedacht hätte. Ich fand das Buch witzig und romantisch, habe auf den Seiten oft meine eigenen Gedanken wiedergefunden und mir gefiel auch die Geschichte um die Ehekrise und die neu entfachte Liebe so gut!

Keine Kommentare:

Kommentar posten