23. Dezember 2019

[Rezension] "Der Untergang der Könige" von Jenn Lyons

Autor: Jenn Lyons
Originaltitel: The Ruin of Kings
Deutscher Titel:
 Der Untergang der Könige
Erscheinungsdatum: 
21. September 2019
Preis: 25,00€ (Amazon)(Verlag)
Seiten:
863 Seiten
Verlag:
 Klett-Cotta - Hobbit Presse
Reihe:
 Drachengesänge #1

#1 The Ruin of Kings / Der Untergang der Könige
#2 The Name of All Things / ?
#3 The Memory of Souls / ?
#4 ?
#5 ?
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Für dieses Buch bedanke ich mich bei *Klett-Cotta*!
Und der Junge aus den Elendsvierteln von Quur beginnt zu erzählen. Von seinem Leben als Dieb, von seinem Vater, der Harfe spielte, und ihn mit den Geschichten verschollener Prinzen und ihrer Abenteuer großzog. Davon, wie sein Unglück begann, als ihn ein Prinz für seinen verloren geglaubten Sohn hielt und er von nun an Macht und Intrigen einer Adelsfamilie ausgeliefert war. Was hat es aber mit Khirin auf sich, dass er später auf dem Sklavenmarkt zu einem unvorstellbar hohen Preis versteigert wurde? Und wie kam es dazu, dass er in der düsteren Gefängniszelle, bewacht von einem zum Plaudern aufgelegten Ungeheuer, landete? Vielleicht gehört Kihrin ja gar nicht zu den Helden, von denen die alten Sagen und Lieder erzählen. Vielleicht ist er auch nicht dazu bestimmt, die Welt zu retten – sondern sie zu vernichten. [Quelle: klett-cotta.de]

Die Geschichte um Kihrin wird rückblickend erzählt, abwechselnd in zwei Strängen, die etwa ein Jahr voneinander getrennt sind. Also im einen Kapitel geht es um den fünfzehnjährigen Dieb Kihrin, der nichts über seine Herkunft weiß, dann wieder um den etwas älteren Sklaven Kihrin, der in etwas gerät, das viel größer ist als er selbst. Durch Ort und Charaktere kam ich da zwar nicht durcheinander, aber es gab auch viel Wissen, dass in der einen Geschichte schon bekannt ist, in der anderen aber erst später enthüllt wird. Da musste ich schon mal überlegen, was Kihrin schon weiß und was nur dem Leser bekannt ist.

Durch die etwas komplizierte Struktur, bei der ja alles rückblickend geschildert wird, hat man auch viel Einsicht und auch viele Vorahnungen. Man könnte meinen, das könnte die Spannung zerstören, aber wenn man weiß, wie der arme Kihrin wieder hinters Licht geführt wird, dann fiebert man auf eine andere Art mit.

Kihrin habe ich sofort ins Herz geschlossen. Er ist trotz der Umstände eigentlich eine ehrliche Seele, er hält zu seiner Familie und bleibt sich selbst treu, trotz all der unmöglichen Abenteuer, die er durchmachen muss. Er ist auch ziemlich clever, obwohl er oft in Schwierigkeiten gerät, weil er etwas mal wieder nicht weiß.

Die fantastische Welt ist komplex und ich liebe ja ein schönes World-Building, das es hier absolut gab. Die Beziehung der Charaktere untereinander ist aber sehr kompliziert, denn eigentlich hat man gar nicht so viele Charaktere, aber durch geheime Verwandtschaften und magische Verwicklungen bieten sie ziemlich viel Stoff. Auch die unterschiedlichen Handlungsplätze sorgen für eine abwechslungsreiche und spannende Geschichte.

Die Fußnoten von der Person, die die Geschichten schriftlich festhält und mit informativen Fußnoten ergänzt, fand ich gar nicht störend. Den nüchternen Tonfall darin fand ich meist eher amüsant.

Am Ende des Buches findet sich auch ein hilfreicher Anhang, wo zum Beispiel erklärt wird, wie die Namen ausgesprochen werden. Ich würde empfehlen, sich den Stammbaum aber nicht anzusehen, der spoilert doch ziemlich viel!

"Der Untergang der Könige" hat mir wirklich sehr gut gefallen! Eine spannende und interessante Welt mit viel Potenzial, das auch genutzt wurde! Ich bin gespannt auf die Fortsetzungen und ob der Erzählstil dort so beibehalten wird.

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