22. Februar 2026

[Rezension] "Verbunden" von Octavia E. Butler

Autor: Octavia E. Butler
Originaltitel: Kindred
Deutscher Titel: Verbunden
Erscheinungsdatum: 11. Februar 2026
Preis: 17,00€ (Verlag)
Seiten: 448 Seiten
Verlag: Heyne
Reihe: Einzelband

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Für dieses Buch bedanke ich mich bei *Penguin - Heyne*!

USA, 1976. Die junge Schwarze Schriftstellerin Dana zieht mit ihrem weißen Ehemann Kevin in eine neue Wohnung. Doch schon beim Einzug wird sie urplötzlich und gegen ihren Willen ins Jahr 1815 versetzt – auf eine Plantage in den US-amerikanischen Südstaaten. Dort rettet sie Rufus, dem Sohn des Sklavenhalters, das Leben. Rufus hat die Fähigkeit, sie durch Raum und Zeit herbeizurufen, wenn er in Gefahr ist. Dana muss das Trauma ihrer Vorfahren durchleben – und um ihre Freiheit in Vergangenheit und Gegenwart kämpfen. [Quelle: penguin.de]

Dana ist eine junge Schwarze Schriftstellerin, die 1976 mit ihrem weißen Ehemann Kevin in eine neue Wohnung in Los Angeles zieht, aber plötzlich unerwartet in der Zeit zurückreist: 1815, eine Plantage in Maryland. Und es ist nicht ihre einzige Reise - immer wieder zieht ihr weißer Vorfahr Rufus sie in die Vergangenheit, wenn er in Gefahr ist und Dana muss hautnah miterleben, wie Sklavenhaltung sich anfühlt.  

Die Zeitreisen sind für Dana sehr emotional. Da es sich um ihre Vorfahren handelt, ist es sehr persönlich und sie versucht schon, einen positiven Einfluss zu haben, aber was kann eine einzelne Schwarze Frau bewirken, wenn die ganze Welt anderer Meinung ist? Man fühlt ihre Angst, Hoffnung und Frustration angesichts all der Herausforderungen, denen sie begegnet. Wie schwierig es ist, die Lebensumstände mitanzusehen und nicht wirklich eingreifen zu können - nicht nur, weil sie wenig Macht hat, sondern auch, weil sie nicht zu stark eingreifen kann, um die Vergangenheit ihrer Familie nicht zu verändern. So teilt sie direkt das Trauma ihrer Vorfahren. 

Auch wenn der Roman schon vor mittlerweile 50 Jahren erschienen ist, fühlt sich die Handlung und Sprache, vielleicht auch durch die Übersetzung, noch aktuell und modern an. Ich kann gut verstehen, warum es ein Klassiker ist und bin froh, dass ich es ebenfalls gelesen habe. Die Zeitreisen fand ich durchgehend spannend, weil sie nicht kontrolliert werden konnten und immer Gefahr bedeuteten und auch die ganze Idee, weil es zwar auch im frühen 19. Jahrhundert freie Schwarze Personen gab, aber Dana kennt auch eine Zeit ohne Sklaverei und mit viel mehr Rechten für Schwarze Menschen, daher ist der Kontrast zu ihren Erfahrungen auf der Plantage noch größer. 

Nach meiner Rezension bin ich gespannt auf die Serie "Kindred: Verbunden", die ich nicht vorher geschaut habe, damit es meine Meinung nicht beeinflusst. 

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