24. Februar 2014

[Rezension] "Die unsterbliche Braut" von Aimée Carter

Originaltitel: Goddess Interrupted
Autor:
Aimée Carter
Deutscher Titel:
Die unsterbliche Braut
Erscheinungsdatum:
Oktober 2012
Preis:
9,99 € (Amazon)
Seiten:
300 Seiten
Verlag:
Mira Taschenbuch
Reihe:
T
he Goddess Test Band 2 (Rezi Band 1)

Enthält Spoiler zum Vorgänger!
Nach den Sechs Sommermonaten kommt Kate zurück nach Eden zu ihrem geliebten Henry. Doch je mehr sie ihn liebt, desto mehr scheint er sich von ihr zu distanzieren. Trauert er immer noch dem Verlust von Persephone hinterher? Wird Kate niemals ihre Stelle einnehmen können?
Jedenfalls ist es Zeit, dass die neue Königin der Unterwelt gekrönt wird. Doch die Könungszeremonie wird im letzten Moment unterbrochen, als Kronos, der König der Titanen plötzlich auftaucht, denn eine gewisse eifersüchtige Göttin hat ihn mit dem Ziel, alle Götter zu vernichten, aus dem Tartarus befreit und damit die Zerstörung der Welt angebahnt ...

Kate hat sich eigentlich kaum verändert. Sie versucht nun mit aller Macht, Henry dazu zu bringen, sie zu lieben und das auch zu zeigen. Sie leidet sehr darunter, dass er so verschlossen ist und sich von ihr fernhält, obwohl sie den Test ja nun bestanden hat und seine Frau ist.
Manchmal frage ich mich, ob Henry wirklich so blöd ist. Er sagt, er liebt sie, kann das aber überhaupt nicht zeigen und anstatt Zeit mit ihr zu verbringen, was sie sich mehr als alles andere wünscht, ist er der Meinung, er müsse ihr zeit geben, damit sie sich an alles gewöhnen kann.
Dann kamen noch die steten Erinnerungen an Persephone. Gut, sie waren lange zusammen, aber es ist Ewigkeiten her und er hat  jetzt eine neue Frau, die ihn im Gegensatz zu Persephone über alles liebt und einfach alles tun würde. Aber Kate wird trotzdem ständig mit ihr verglichen, was ihr das Ganze immer mehr unerträglich macht.
Schade fand ich, dass die scheinbar unerwiderte Liebe von Kate das Hauptthema war und der Kampf um das Überleben der Menschheit nur zweitrangig. Es gab seitenlang nur verzweifelte Gefühle oder Gespräche darüber, und das ist einfach wichtiger und wird viel intensiver behandelt als die wirklich ernsten Probleme.
Ich hab sehr oft mitgekriegt, dass James als Konkurrent zu Henry in seiner Beziehung zu Kate steht, was ich aber überhaupt nicht so gesehen habe. Sie waren in den sechs Monaten gemeinsam unterwegs, aber Kate hat so ungefähr gar keine romantischen Gefühle für ihn. Dazu wird er im ganzen Buch sehr selten erwähnt, weil er einfach nicht so wichtig rüberkommt, wie es vielleicht beabsichtigt war. Daher kam es auch so überraschend, dass angenommen wird, Kate würde Henry für ihn verlassen.

Da ich diesmal vorbereitet war, wusste ich, was schreibstilmäßig auf mich zukommt. Aber wie in Band Ein war auch "Die unsterbliche Braut" von Gefühlen geprägt, was einfach zu viel war, um wirklich gut zu sein.

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