9. März 2015

[Rezension] "Throne of Glass - Crown of Midnight" von Sarah J. Maas

Originaltitel: Crown of Midnight
Autor:
Sarah J. Maas
Deutscher Titel:
Throne of Glass - Kriegerin im Schatten
Erscheinungsdatum:
15. August 2013
Preis:
7,58 € (Amazon)(Verlag)
Seiten:
417 Seiten
Verlag:
Bloomsbury
Reihe:
Throne of Glass #2


Enthält Spoiler zum Vorgänger!

Celaena ist nun der Champion des Königs von Adarlan und soll für ihn all jene töten, die seine Pläne durchkreuzen, denn sie muss ihm dienen, um irgendwann ihre Freiheit zurückzuerlangen.
Doch Celaena tötet diese Männder nicht, sondern täuscht deren Tod vor und lässt sie fliehen, schließlich hasst sie den König und will herausfinden, was diese Leute gegen den König unternommen haben, dass er sie loswerden will. Sollte er das je erfahren, würde das schwerwiegende Konsequenzen für sie haben.
Währenddessen kommt Celaena Chaol, dem Captain der Leibgarde, immer näher. Seine Treue gilt zwar eher Prinz Dorian als dem König, doch eine Beziehung zwischen den beiden würde seine Loyalität infrage stellen und seine Freundschaft zu Dorian gefährden...

Die englischen Cover finde ich viel hübscher als die deutschen, denn ich finde, dass die Celaena deutlich besser darstellen und auch die Farben, das Design, usw. finde ich besser gewählt. Bei diesem Band sieht man Celaena mit zwei Schwertern in einer Kampfhaltung, vorne mit Kampfoutfit, hinten in elegantem Kleid. Ich finde, das passt sehr gut, weil sie nicht nur eine Soldatin ist, die im Kampf gnadenlos sein kann, sondern eine schlaue Assassinin und dabei auch ein Mädchen, dass sich gern hübsch macht und sich nach Normalität sehnt.
Mann muss sie einfach mögen - also ich wüsste zumindest keinen Grund, der dagegen sprechen würde. Nach allem, was sie durchgemacht hat, sowohl als Assassinin als auch als Gefangene in dem schrecklichen Gefängnis Endovier, nach all den geliebten Menschen, die sie verloren hat, und all dem Verrat, den sie erfahren musste - kann man ihr da wirklich übel nehmen, dass sie nun ein wenig egoistisch an ihr eigenes Wohl denkt? Ihre Freundin Prinzessin Nehemia tut das. Die meint, Celaena sei dazu bestimmt und es sei ihre Pflicht, etwas gegen die grausame Herrschafft des Königs zu unternehmen. Es ist zwar nicht so, dass Celaena nichts ändern möchte, nein, das will sie eindeutig auch, daher lässt sie auch seine Gegner am Leben, nur glaubt sie nicht daran, dass sie wirklich etwas ausrichten kann. Sie glaubt auch nicht an Bestimmung oder Schicksal, und auch sonst ist ihr Vertrauen in Magie und ähnliches recht gering.
Was mir bei diesem Buch wieder gefallen hat, war, dass man immer wieder Neues über Celaenas Vergangenheit erfährt. Meist konnte ich ihre Handlungen gut nachvollziehen, aber manchmal war es auch absichtlich unverständlich, damit sie mysteriös und geheimnisvoll wirkt. Sie erklärt ihre Geheimnisse eigentlich nie direkt dem Leser, sondern anderen Charakteren (z. B. Chaol) oder andere finden selbst die Antwort.
Auch Dorian und Chaol mochte ich weiterhin. Sie sollten von ihrer Position her zum König halten und seine Assassinin verachten, aber natürlich ist es genau umgekehrt. Beide Männer sind in sie verliebt, doch eine Beziehung scheint in jedem Fall unmöglich.
Dorian ist sich nach den Geschehnissen in Throne of Glass sicher, dass Celaena ihn nie wirklich geliebt hat. Er versucht sich von ihr fernzuhalten, doch immer wenn er sie mit jemand anderem (z. B. Chaol) sieht, wird er traurig-eifersüchtig. Er weiß, dass sie nicht zusammen sein können und möchte darum nur das Beste für sie.
Während die Liebesgeschichte in Throne of Glass (soweit ich mich erinnere) eher zwischen Dorian und Celaena war, war sie diemal zwischen Celaena und Chaol.
Er mag sie, aber er weiß Bescheid über Dorians Gefühle und möchte seinen Freund nicht verletzen. Dazu ist Chaol eher schüchtern, was Frauen betrifft.
Die Geschichte wird meist von Celaena erzählt, oft auch von Chaol oder Dorian und ganz selten von anderen Charakteren. Hier hat die Autorin die Passagen aus der Sicht von Dorian oft auch auf Szenen mit Chaol und Celaena folgen lassen, wie er sie beobachtet zum Beispiel. Das war dann ein Kontrast zu den romantisch-glücklichen Gefühlen, und so hatte man mehr Mitleid mit dem armen Prinzen, der neben einer gescheiterten Liebe auch noch andere Sachen durchmachen muss ...
In diesem Band sah man wieder ein wenig mehr von der Magie in diesem Land. Der König hatte zwar so viele grausame Taten verübt, um sie zu vernichten, aber sie kommt langsam wieder hervor, also werden die Fortsetzungen wohl noch magischer werden, und darauf freue ich mich schon ^^

Insgesamt war Crown of Midnight ein tolles Buch und hat mir besser gefallen als (meine Erinnerungen an) Throne of Glass. Dieses Buch -  diese Reihe -  hat eine sympathische, starke Protagonistin, eine schöne, bisher nur leicht magische Welt und dazu eine spannende Handlung, also was kann man da noch verlangen?

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