14. November 2014

[Rezension] "Magisterium - Der Weg ins Labyrinth" von Cassandra Clare & Holly Black

Originaltitel: Magisterium - The Iron Trial
Autor:
Cassandra Clare & Holly Black
Deutscher Titel:
Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
Erscheinungsdatum:
14. November 2014
Preis: 14,99 € (Amazon)(Verlag)
Seiten:
332 Seiten
Verlag:
Bastei Lübbe
Reihe:
Magisterium #1


Für dieses Buch bedanke ich mich bei LovelyBooks und Bastei Lübbe für dieses Leseexemplar!
Alistair Hunt hat seinem Sohn Callum beigebracht, die Magie zu hassen.
Doch nun, mit zwölf Jahren, muss Callum zum Magisterium, der Schule für Zauberei, um dort nach dem ersten Jahr weiterzulernen, oder seine Magie zu verlieren. Das Magisterium, das unter der Erde liegt, birgt Gefahren und Geheimnisse, und mit der Lehre von Master Rufus und seinen Mitschülern Tamara und Aaron muss Call das erste Jahr überstehen.
Er gibt sich Mühe, um möglichst schnell von dort zu verschwinden, doch trotz der hasserfüllten Ansicht seines Vaters ist es ihm nicht möglich, zu entkommen. Und irgendwann will er das vielleicht auch gar nicht mehr ...

Also die Buchgestaltung ist hier mal echt gelungen, finde ich. Die Farben schwarz und dieses kupferne Orange sehen wirklich gut zusammen aus, und das ist noch längst nicht alles. Man bemerkt, dass der Untertitel verkehrt herum ist, und dreht man dann das Buch um, entdeckt man auch, das der Titel Magisterium  ein Ambigramm ist, also genauso gut auf dem Kopf lesbar! Das hat man echt geschickt eingefädelt! Der Buchschnitt glänzt im gleichen Kupferton wie die Schrift auf dem Cover und am Lesebändchen ist das schnörkelige Magisterium-Logo. Also ein glänzend-schönes Gesamtpaket ^^
Callum- ach, ich mag ihn einfach und kann es mir selbst nicht erklären. Für das, was er erlebt hat, ist er perfekt. Seine Mutter ist gestorben, sein Vater ist nicht gerade der Freundlichste, keine Freunde - wie kann man sich da schon zu einem guten Kerl entwickeln? Aber man sieht ja trotzdem irgendwie einen guten Kern in ihm, sogar wenn er selbst das nicht begreift, was ihn mir sympathisch macht. Er hat sich auch nicht so entwickelt, wie sein Vater vielleicht gewollt hätte - zu jemandem, der Magie hasst. Magie fasziniert ihn, obwohl er versucht, sie zu hassen. Das hat dann mein Mitleid geweckt. Und trotz seines für die anderen Buchcharaktere unmöglich wirkendes Verhalten mochte ich Callum.
Seinen Vater, Alistair, mochte ich nicht gerade, er versucht seinen Sohn von seiner Sichtweise zu überzeugen und gibt ihm keine Chance, sich selbst eine Meinung zu bilden. Er war nicht besonders liebevoll zu Callum und kümmert sich auch nicht um dessen mögliche Wünsche.
Aaron und Tamara fand ich in Ordnung, sie waren nett, wenn am Anfang auch wirklich streberhaft. Sie haben sich viel Mühe gegeben, um in Master Rufus´ Gruppe zu kommen, während  Callum genau das Gegenteil versucht hat. Aber nach und nach wurden sie ein wenig lockerer und somit sympathischer :)
Bei Master Rufus, der Callum in seine Gruppe gewählt hat, war ich ein wenig verwirrt. Ich hatte einen weisen Lehrer wie Dumbledore erwartet, der die wahre Macht erkennt oder so, aber ... Master Rufus hat mich überrascht.
Noch bevor ich das Buch hatte, habe ich Tausend Vergleiche mit Harry Potter gehört, oft, dass dies nur eine schlechte Kopie sei. Aber ich finde, man sollte versuchen, jedes Buch für sich zu lesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Autoren nicht denken "Hey, das ist ne coole Idee, ich glaub so mach ich das auch". Aber wenn man Jugendliche als Hauptfiguren hat, ist es doch nicht so unlogisch, dass es eine Art Bildungsstätte gibt - und da kann es eben oft Parallelen geben, so wie Schulen sich auch ähneln.
Der Prolog war ein Einstieg, der es in sich hatte. Man erfährt, was für ein schreckliches Massaker die Magiergemeinde erlebt hat - das die direkt Beteiligten nicht überlebt haben. Außer ein kleines Kind - ratet mal, wer dieses Kind sein könnte ;)
Ich hatte während des Buches das Gefühl, dass nicht besonders viel passierte. Die magische Welt war angenehm detailliert beschrieben: nicht zu detailliert, dass man bald genug davon hatte, sondern irgendwie liebevoll und dadurch wirkte alles noch magischer und faszinierender.
Am besten gefiel mir wohl dieses unglaublich unerwartete Ende. Man hat ja als Fantasy-Vielleser schon einige Vermutungen zur Handlung, aber die beiden Autorinnen haben es geschafft, mich zu überraschen, wie ich natürlich nicht anders erwartet hätte!

Insgesamt gefiel mir "Magisterium" wirklich unglaublich gut, den Protagonisten konnte ich gut leiden, die magische Welt war wirklich schön beschrieben, die Ideen waren gut umgesetzt und das Ende hat mich sehr, sehr neugierig auf Fortsetzungen zurückgelassen, also kann ich Teil Zwei, der irgendwann nächstes Jahr erscheint, kaum noch erwarten!

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